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 Softwareverteilung via MSI

 

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 Inhalt

 Info
 Der Windows Installer (Einführung)
 Version des Windows Installers ermitteln

Tools zur Genererierung von MSI-Dateien

 Microsoft SDK
 Installer2Go
 Weitere Tools

MST-Dateien
 Infos und Tools

Softwareverteilung via Gruppenrichtlinie

 Grundlagen

Repackaging

 Allgemeines zum Repackaging
 Installshield Adminstudio

MSI-Packages
 Adobe Reader 7

 Weitere Links
 Rechtshinweise

Info

MSI-Dateien sind seit Einführung von Windows 2000 die bevorzugte Variante von Installationsverfahren. Mit geeigneten MSI-Dateien kann man Software

  • installieren

  • reparieren
  • deinstallieren
  • automatisiert verteilen
  • Software bei Bedarf automatisch installieren ("veröffentlichen")
  • Software ohne administrative Rechte installieren

Einzige Voraussetzung sind "gute" MSI-Dateien! Und genau hier beginnt das Problem. Einige Jahre sind nun seit Einführung der Technik vergangen, doch noch immer liefern viele Hersteller keine oder zumindest keine "guten" MSI-Dateien.

Diese Themenseite liefert Links und Tipps für Administratoren, die selbst MSI-Dateien erstellen möchten, oder einfach nur interessiert sind, mehr über den Microsoft Installer zu erfahren.

 
2. April 2006 Sprung zum Seitenanfang

Der Windows Installer (MSIEXEC.exe)

Seit Einführung von Windows 2000 gehört die Installationsmaschine zum Standardumfang des Windows-Betriebssystems. Auf älteren Windows Versionen kann der Installer nachinstalliert werden.

Hier einige Links zur Einarbeitung in das Thema:

 Übersicht über Windows Installer Technologie (KB 310598)
 White Paper von Microsoft: Windows Installer Service Overview (KB 810738) 
 Befehlzeilenoptionen von MSIEXEC.exe (KB 314881)

 Windows Installer 3.0 Fatures, Infos, download (KB 884016)

Buchtipp

MS-Press liefert ein dt. Buch zum Windows Installer:

 Inside Windows Installer

Wise stellt ein E-Book mit dem Titel "Windows Installer Technology for System Administrators" kostenfrei zur Verfügung. Das Buch ist sehr empfehlenswert und beschreibt die Technik unabhängig von den Produkten von Wise. Das Buch ist in HTML und PDF Format verfügbar.

 Windows Installer Technology for System Administrator 

Wer (sehr) detaillierte Informationen zum Installer sucht, sollte die Originaldokumentation, das sog. SDK von Microsoft lesen. Dieses steht auch online zur Verfügung:

 Original-SDK-Dokumentation zum Windows Installer

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Version des Windows Installers ermitteln

Um Schwierigkeiten bei der Installation von MSI-basierender Software vorzubeugen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie die aktuelle Version des Windows Installers einsetzen. Einen Überblick über die Versionsnummer des Windows Installers findet man hier:

 Released Versions of Windows Installer 

 

Die Eingabe von "MSIEXEC" zeigt die aktuell installierte Version an.

Versionsnummer des installierten Windows Installers

Die aktuelle Version der MSI-Engine kann bei Bedarf unter folgender Adresse geladen werden:

 Microsoft Installer Version 2

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Tools zum Generieren von MSI-Dateien

Microsoft MSI-SDK

Wer sich ernsthaft mit der Generierung von MSI-Dateien beschäftigen möchte, findet im Windows Installer SDK von Microsoft die notwendigen Informationen.

Auf folgender Webseite findet man eine übersichtliche Auflistung aller darin enthaltenen Tools. Insbesondere das Orca-Tool, ein Tabelleneditior für MSI-Dateien, sei hier explizit erwähnt.

 SDK-Tools-Übersicht 

Das SDK selbst kann unter folgender Adresse geladen werden:
 Windows Installer SDK

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Installer2Go

Zum schnellen Generieren von MSI-Dateien sei dem Administrator das folgende Freeware-Tool empfohlen:

 Installer2Go 

Mit diesem Tool kann man in wenigen Minuten gute MSI-Dateien erstellen. Die erstellten MSI-Dateien taugen auch für die Verteilung der Software via Gruppenrichtlinien. Auch die Erstellung von MST-Dateien wird unterstützt. Auch mit dem Support durch SDS-Software haben wir gute Erfahrungen. Bei Problemen wurde mehrfach in wenigen Tagen eine korrigierte Version erstellt.

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Weitere MSI-Tools

Eine Übersicht über verschiedene MSI-Tools findet man unter "Authoring Tools" auf folgender Webseite:

 www.installsite.org

Die marktführenden Tools Installshield und Wise werden im folgenden separat behandelt. Diese können sowohl zum Erzeugen neuer MSI-Dateien als auch zum Repackaging genutzt werden.

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MST-Dateien

MST-Dateien dienen zur Anpassung von Installationen durch den Administrator. MST-Dateien werden daher meist nicht vom Softwarehersteller geliefert, sondern vom Administrator erzeugt. Manche Softwarehersteller liefert dem Administrator sehr effiziente Tools zum Erzeugen von MST-Dateien. Als Beispiel sie hier der Custom Installation Wizard für die MS-Office-Pakete genannt.

 Office 2003 Ressource Kit (enthält den Custom Installation Wizard)

Wise bietet ein interessantes Freewaretool namens »InstallTailor« an. Dieses Tool kann für beliebige MSI-Dateien passende MST-Dateien generieren. Dabei läuft das MSI-Setup unter Kontrolle von InstallTailor. Aus den manuellen Bedienung des Installationsprogramms erzeugt InstallTailor dann eine MST-Datei. Die Praxiserfahrungen mit diesem Tool sind allerdings gemischt. Die Zuverlässigkeit der generierten MST-Dateien lässt etwas zu wünschen übrig. Im Test lieferte die MST-Installation Fehlermeldungen, die teilweise hardwareabhängig waren. Der kostenfreie Download ist nach Hinterlegung der Adressdaten möglich.

 Wise InstallTailor

Softwareverteilung via Gruppenrichtlinie

Man kann mit Hilfe der Gruppenrichtlinien von Windows MSI-basierte Software automatisiert verteilen. Hier einige Links zu diesem Thema:

 HOW TO use Group Policy to Remotely Install Software in Windows Server 2003 (KB816102)
 Verwenden von Gruppenrichtlinien für die Remoteinstallation von Software in Windows 2000 (KB 314934)
 Probleme bei der Softwareverteilung via Gruppenrichtlinie - Event ID:102 [T2210]

Tipps zur Softwareverteilung per Gruppenrichtlinien

  1. Natürlich kann man mehrere Softwarepakete mit einer einzigen Richtlinien verteilen. Dadurch wird man aber extrem unflexibel. Wenn Sie ein Softwarepaket entfernen müssen, müssten Sie alle Pakete entfernen. Deshalb der Rat: für jeden Softwarepaket eine separate Richtlinie erstellen. Der Experte wird vielleicht einwenden, dass das nicht stimmt, man könne doch die Richtlinie öffnen, und dann sehr wohl nur ein Paket entfernen. Stimmt! Aber lesen Sie bitte weiter...
  2. Nun sollte man sich überlegen, an welche OU man die Richtlinie für die Verteilung zuweist. Bei Softwarepaketen, die von vielen Leuten benötigt werden, ist es sehr bequem, die Richtlinie möglichst »weit oben« in der OU zuzuweisen. Dies hat aber wiederum den Nachteil, dass dann auch die Deinstallation nur zentral erfolgen kann. Die Deinstallation der Software in einer einzelnen Abteilung (z.B. zum Test bei vermuteten Nebenwirkungen) geht dann nicht. Deshalb der Rat: die Verknüpfungen auf Abteilungsniveau vornehmen, also relativ weit unten in der OU-Hierarchie. Dies ist zwar etwas aufwändiger, schafft aber Flexibilität.
  3. Im letzten Punkt wurde in Aussicht gestellt, dass Software durch Verlinkung der Richtlinie auf Abteilungsniveau abteilungsspezifisch installiert und wieder deinstalliert werden können. Doch wo steuert man den die Deinstallation der Software? Die Deinstallation ist eine Eigenschaft der Richtlinie, nicht der Verknüpfung! Also doch keine selektive Deinstallation? Aber es gibt da noch einen Trick: Sie müssen bei der Definition der Softwareverteilungsrichtlinie, die Option »Anwendungen deinstallieren, wenn sie außerhalb des Verwaltungsbereiches liegt« aktiveren. Wenn man dann später einen Verknüpfung auf eine einzelne Abteilung entfernt, dann liegt die Anwendung außerhalb des Verwaltungsbereichs und wird entfernt!

FAZIT: Mit einigen Tricks gelingt es doch, Software mit Bordmitteln abteilungsspezifisch zu verteilen und auch bei Bedarf abteilungsspezifisch zu entfernen.

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Repackaging

Rapackaging ist die "Kunst", nicht automatisierbaren Setupprogrammen, in mehr oder weniger gute MSI-Dateien zu verwandeln. Prinzipiell ist es heute mit den gängigen Tools wie Installshield, Wise oder einfach mit dem kostenfreien Installer2Go für einen Softwareentwickler ein geringer Aufwand gute MSI-Dateien zu erzeugen. Es ist daher mehr als unverständlich, dass es immer noch Entwickler gibt, die keine brauchbaren MSI-Dateien abliefern. Viele Unternehmen haben wohl immer noch nicht kapiert, dass das Setup-Programm den ersten Eindruck des neuen Kunden wesentlich beeinflusst. Aus administrativer Sicht sind vor allem die Konfigurierbarkeit ("Customizing") und die vollautomatische Verteilung wichtig.

Für einen Administrator ist es ungleich schwieriger einen MSI-Datei für eine fremde Applikation zu erzeugen, da er in der Regel nicht über das Wissen verfügt, was das Setupprogramm eigentlich tun muss, damit die Applikation korrekt funktioniert. Aber genau das die "Kunst" des Repackaging. Man versucht zu "erahnen", welche wohl zu einer Applikation gehören könnten, was man in der Registry so alles eintragen muss, und vieles mehr.

Aufgrund dieser (unsinnigen) Ausgangssituation sind Repackaging-Projekte sehr von "Versuch und Irrtum", vor sinnlosen "Probieren" geprägt, als von ingenieursmäßigem Vorgehen.

Nichts desto Trotz gibt es Softwaresysteme, die sich auf bestmögliche Unterstützung des Administrator bei der Kunst des "Repackaging" spezialisiert haben. Der Rest dieser Seite beschäftigt sich mit diesem Thema.

Doch eine Warnung vorab:

Repackaging bleibt, unabhängig vom eingesetzten Werkzeug, rechtlich und technisch kritisch. Im Falle von Programmfehler stellt sich immer die Frage, ob dies tatsächlich ein Programmfehler ist, oder ob der Fehler die Folge einer nicht korrekten Installation ist!

Als Einstieg in das Thema Repackaging, aber auch zur Vermeidung falscher Vorstellungen, seien folgende Dokument empfohlen:

 Disadvantages of Repackaging (KB264478)
 Webseite zum Thema Rapackaging (AppDeploy.com)

Buchtipp

Das E-Book von Wise "Windows Installer Technology for System Administrators" beschreibt in Kapitel 4, weitgehend herstellerunabhängig, den Prozess des Repackaging. Lassen Sie sich nicht von den ersten 3 oder 4 eher theoretische Seiten entmutigen; im weiteren Verlauf folgen sehr wichtige prinzipielle Aussagen zum Repackaging.

 Best Pactices of Buildung Packages 

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Installshield Adminstudio

 Buch zu Installshield Developer

Wer sich mit Installshield beschäftigen möchte, dem sei auch das deutschsprachige Buch (nur als PDF-Datei) von Bob Baker empfohlen. Hier wird die Windows Installer Technologie sehr gut illustriert und dargestellt. Es ist an vielen Stellen wesentliche besser verständlich als die Originaldokumentation des SDK. Leider behandlet Bob Baker "nur" Installshield Developer. Die Probleme und Tools des Repackaging werden nicht dargestellt.

 Bob Baker - Getting Startet with Installshield Developer and Windows Installer Setups - German Edition 

Das Buch kann im "Store" von Installshield online bestellt werden. Wenige Minuten nach der Bestellung wird ein Link zum Download einer individualisierten (enthält auf jeder Seite Ihren Namen) PDF-Datei zugestellt.

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Wise Paket Studio

Das Wise Paketstudio ist ein sehr leistungsfähiges Tool, dass dem Installshield in nichts nachsteht.

 Homepage des Herstellers

Wise stellt auch Demoversionen und interessante Dokumentationen zur Verfügung.

Das Wise Paket Studio liefert die Original MS-SDK-Dokumentation gleich mit. Dies ist insbesondere beim Fehlersuchen sinnvoll. Die ICE-Fehlerreferenz im SDK liefert meist konkrete Hinweise auf die Ursachen.

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MSI-Pakages

Adobe Reader 7

Ähnlich wie beim Adobe Reader 6 bietet Adobe wieder keine MSI Datei an. Auch diesmal lässt sich die MSI-Datei aber leicht extrahieren. Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Laden Sie von Adobe die Vollversion des Adobe Readers 7
  2. Starten Sie die Datei »AdbeRdr70_Ger_full.exe«
  3. Warten Sie bis die Extraktion der Dateien fertig ist - nicht installieren, sondern einfach die laufende Installation stehen lassen.
  4. Die extrahierten Dateien inklusive der MSI finden Sie dann im Ordner »C:\Programme\Adobe\Acrobat 7.0\Setup Files\RdrBig\Ger«

Zur automatischen Intallation muss der gesamte extrahierte Ordne im SDP bereitgestellt werden. Die Installation erfolgt dann entweder über Gruppenrichtlinien oder manuell durch direkten Aufruf des Microsoft Installers:

Bei Bedarf kann die Installation durch Erzeugung einer MST angepasst werden. Diese kann mit dem Installshield Tuner erzeugt werden. Hier einige Links zu diesem Thema

 Deployment Infos zum InstallShield Tuner

 Doku (PDF) zum Installshield Tuner 7.0

 Download Installshield Tuner

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Weitere Links

 MSI für Adobe Reader Version 6 (Anleitung unter "Command Lines") I
 Informationen zur Verteilung des .NET Frameworks
 Forum zum Thema Softwareverteilung (Dr. Deploy)
 MSI Cleanup Utility (KB 290301)

 ApplicationDeploy.com
 Windows Unattended.de

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 Rechtshinweise

Kein Teil dieser Informationen darf ohne schriftliche Genehmigung reproduziert, vervielfältigt, veröffentlicht oder in Lehrveranstaltungen verwendet werden. Die Nutzung ist ausschließlich zum persönlichen Gebrauch des Lesers gedacht. Sie können aber gerne einen Link auf diese Seite setzen (Links sollten ein neues Fenster öffnen). Es wird darauf hingewiesen, dass Markenzeichen, Namen, Produkte und Bezeichnungen auch ohne ausdrückliche Nennung oder Kennzeichnung durch Rechte Dritter geschützt sind! Es obliegt dem Anwender die Informationen und Programme selbst zu prüfen und gegebenenfalls zu entscheiden, ob diese für seine beabsichtigten Zwecke tauglich sind. Die Informationen auf unserer Webpräsenz werden ohne Anspruch auf Korrektheit oder Vollständigkeit veröffentlicht. Auf unsere ausführliche Rechtshinweise wird ausdrücklich verwiesen.

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