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Hardware zur Fernverwaltung - KVM-Systeme - Management Boards |
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| 12. September 2003 |
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Alle bisher beschriebenen Verfahren zur Fernverwaltung (MMC, Terminal Server, HTML) sind Dienstleistungen des Betriebssystems. All diese Schnittstellen stehen nicht mehr zur Verfügung wenn Windows selbst nicht mehr läuft. Wenn beispielsweise Bootprobleme vorliegen, kann das System nicht mehr fernverwaltet werden. Aber auch Zugriffe auf das BIOS des Rechners sind über die Schnittstellen des Betriebssystems nicht mehr möglich. Wer auch diese Dinge per Fernverwaltung erledigen möchte ist auf zusätzliche Hardware angewiesen.
Umschaltanlagen, die es ermöglichen einige wenige, aber auch hunderte von Servern an nur einem oder wenigen Bildschirmen zu betreiben gibt es reichlich am Markt. Einfache Systeme sind schlicht "kleine Kästen" die per Hardwareschalter eine Auswahl zwischen den angeschlossenen Geräten erlauben. Etwas bessere Systeme erlauben eine Auswahl und Umschaltung per "On-Screen-Menü). Hier kann die Umschaltung zwischen den Servern durch spezielle Tastenkombinationen über die normale Tastatur erfolgen. KVM-Systemen unterscheiden sich sehr in der Qualität (Bildqualität, Kabellängen, Komfort, Anschluss von mehreren Konsolen).
Wichtiges Kriterium sind die maximalen Kabellängen und die Technologie, mit der die Bedienkonsole mit den Servern verbunden wird. Für die Verbindung von Konsole und (Server-) Steuergerät sind spezielle hochwertige Videokabel, Standardnetzwerkkabel, aber auch reine IP-Verbindungen möglich. Der Markt bietet hier vieles an.
Bei üblichen KVM-Systemen ist der Begriff "Fern"-Verwaltung durch die maximale Kabellänge und auch durch die maximale Anzahl der Verwaltungsstationen eng begrenzt. Echte, entfernungsunabhängige Fernverwaltung ist über IDE-basierte Systeme möglich. Hier kann auf die zu verwaltenden Server von jedem Punkt des angeschlossenen Netzwerkes, im Extremfall also weltweit, zu gegriffen werden. Hierbei wird über eine IP-Verbindung die Kommunikation zwischen dem KVM-Steuergerät und den Verwaltungskonsolen hergestellt. Bei sehr hohen Sicherheits- und Verfügbarkeitsansprüchen kann ggf. ein separates Verwaltungsnetz aufgebaut werden.
Eine weitere Möglichkeit sind Serverintegrierte Verwaltungssysteme. Hierbei wird die "Fernverwaltungslogik" direkt in den zu verwaltenden Server integriert. Wichtig bei solchen Systemen ist aber eine weitgehende, technische Trennung, so dass Defekte am zu verwaltenden Server nicht gleich das Verwaltungssystem lahm legen. Pflicht ist hier auf jeden Fall ein eigener Netzwerkanschluss, optimal wäre auch eine eigene Stromversorgung.
Zu diesem Themen sei auf einen Bericht der LANLine verwiesen:
LanLine-Artikel:
Remote Management Boards
Im folgenden einige Herstellerlinks. Diese Links stellen keine Produktempfehlungen unsererseits dar. Die Links sollen dem Leser lediglich einen Einstieg in das Thema vermitteln.
Marktübersicht
über KVM-Switche der LanLine (3/2003)
Guntermann
& Drunck GmbH
Avocent
Hewlette
Packard Remote Insight Lights-Out (serverintegrierte Remoteverwaltung für
Proliant-Server)
Knürr
AG
Peppercon
AG
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