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| DATA 5 Tipps und Tools |
Universelle Antwortdatei WINNT.SIF für Windows 2000, XP und Windows Server 2003 [ T2114 ] |
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| 3. April 2006 |
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Auf jeder Windows CD findet man im Ordner \Support\Tools die so genannten "Deployment-Tools". Dies ist eine Sammlung von Werkzeugen und Dokumentationen, mit deren Hilfe man die Installation der Betriebssysteme automatisieren kann.
Dort findet man auch den Setup-Manager, mit dessen Hilfe man Antwortdateien selbst generieren kann. Wer sich ausführlich mit dem Thema beschäftigen möchte, findet bei den Deployment Tools auch ausführliche Dokumentationen.
Wer einfach ohne viel Aufwand eine fertige Antwortdatei haben will, sollte mal folgende Datei testen.
Mit folgender Anweisung können Sie sowohl Windows 2000, Windows XP und auch Windows Server 2003 installieren.
Laden Sie obige Datei "WinNT.sif" und kopieren Sie diese auf eine leere Diskette
Das war's. Vielleicht klingt diese Beschreibung etwas aufwändig. Sie werden sehen, wenn Sie das ein- oder zweimal gemacht haben, geht es sehr schnell. Ggf. ist auch noch das Anlegen der Partitionen automatisch zu erledigen. Dies wir im Kapitel Automatisierung der Partitionserstellung beschrieben.
Sinn und Zweck dieser Antwortdatei ist die Möglichkeit, viele Rechner im Netzwerk mit derselben Antwortdatei zu installieren, ohne Konflikte mit Rechnernamen oder IP-Adressen zu generieren. Die Antwortdatei führt folgende Prozesse aus:
Die Betriebssysteme werden mit Microsoft Standardoptionen installiert
Die oben beschriebene Vorgehensweise geht davon aus, dass die Diskette erst kurz nach Booten der CD eingelegt wird. Nach Einlesen der Antwortdatei kann die Diskette sofort wieder entfernt werden. Da die Diskette bei diesem Verfahren nur wenige Sekunden im Laufwerk liegt, ist sie am Bootprozess gar nicht beteiligt und kann also auch den Bootprozess nicht stören.
Es gibt zwei Gründe, weshalb man vielleicht die Diskette im Laufwerk liegen lassen möchte:
Aus Gründen der Bequemlichkeit; man muss dann nicht aufpassen, wann man die Diskette einlegen und wann man sie wieder entfernen muss.
Prinzipiell ist die Diskette nicht bootfähig. Dies könnte den laufenden Prozess stören, da der Rechner während des Windows-Setup mehrfach neu bootet. Viele BIOS-Versionen halten an, wenn sich im Laufwerk A: eine nicht bootfähige Diskette befindet.
Für dieses Problem gibt es mindestens zwei Lösungen:
Sie stellen die BIOS-Bootreihenfolge des Rechners so ein, dass die Diskette niemals stören kann (z.B. CD-HD-FD)
Taste
drücken zum Booten von Diskette / CD [ T2010 ]
BootThru
- Booten trotz eingelegter Diskette [ T2115 ]
Die oben beschriebene Vorgehensweise beginnt mit einem vollständigen Löschen aller Partitionen. Das beschriebene Verfahren hat den Nachteil, dass das Windows-Setup anhält und das Anlegen der Partitionen manuell erledigt werden muss. Dieses Kapitel beschäftigt sich mit diesem Problem.
Zunächst soll noch mal darauf hingewiesen werden, dass es in jedem Falle ratsam ist, vor der Installation die Partitionen zu löschen. Leider ist es nicht möglich, Partitionen über die Antwortdatei automatisch zuverlässig zu löschen. Der Parameter "Repartition" in der Antwortdatei funktioniert nicht immer. Wir verweisen hierzu auf folgende Artikel:
Falscher Laufwerksbuchstabe für Systemlaufwerk [ T2078 ]
Probleme mit Ghost Bootpartitionen [ T2079]
Löschen von Partitionen [ T2080 ]
Wir gehen also im folgenden davon aus, dass eine komplett gelöschte Festplatte ohne Partitionen vorliegt. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, um ein manuelles Definieren der Partitionsgrößen während dem laufenden Windows-Setup zu verhindern:
Sie fügen im Bereich [Unattended] den Parameter Repartition=yes hinzu. Dies bewirkt, dass die gesamte erste Festplatte in einer einzigen Partition verwendet wird. Sie haben dann nach der Installation ein Systemlaufwerk C:, welches die gesamte Festplatte belegt.
Hinweis
Das Löschen, Neueinrichten und Formatieren von Partitionen ist mit DOS-Standardmittels umständlich und zeitaufwändig. Norton Ghosts "GDisk" kann dies alles in einem Arbeitsgang in wenigen Sekunden (auch bei sehr großen Partitionen) erledigen:
GDisk 1 /cre /pri /sz:%Groesse% /for /v:Sytem /q
Bei dem unter 2. beschriebenen Verfahren stellt sich noch die Frage, ob man FAT16 oder FAT32 verwenden sollte. Die prinzipielle Antwort lautet FAT32. Nur bei FAT32 können Sie Partitionsgrößen > 2 GB unter DOS (Win98) formatieren.
Allerdings hatte der Autor auf manchen Systemen Schwierigkeiten bei der Installation (Installationsabbruch), wenn die Partition auf FAT32 vorformatiert wurde. Diese Schwierigkeiten treten aber relativ selten auf und scheinen hardwareabhängig zu sein. Sollte ein Leser von diesen Problemen betroffen sein, hilft folgender Weg weiter:
Vorformatierung
mit FAT16 auf 2 GB
Zusätzlicher
Parameter "ExtendOEMPartition=3000" im Bereich [Unttended] der WINNT.sif
eintragen.
Dieser Parameter bewirkt, dass die bestehende FAT16 Partition während der Installation um den angegebenen Wert vergrößert wird. Im Beispiel würde dann eine Partitionsgröße für Laufwerk C: von 5 GB resultieren.
Es bleibt unverständlich, dass Microsoft nicht (endlich) einen Parameter in der Antwortdatei anbietet, der einfach die direkte Definition der gewünschten Partitionsgröße ermöglicht. Auch Windows Server 2003 bringt hier keine Verbesserung der Situation.
Gerade bei Servern kommt es sehr häufig vor, dass diese mit RAID-Systemen ausgestattet sind, die von Microsoft nicht direkt unterstützt werden. In diesem Falle müssen bei Beginn der Installation Treiberdisketten des Herstellers zugeführt werden. Dieses Verfahren funktioniert bei automatischer Installation und manueller Installation exakt gleich. Die Antwortdatei "WINNT.sif" beeinflusst dieses Verfahren nicht.
So geht`s:
Starten Sie die Installation wie beschrieben (Einlegen der Antwortdatei WINNT.sif kurz nach Booten der Setup-CD)
Kurz nach Einlesen der Antwortdatei erscheint
am unteren Bildschirmrand folgende Aufforderung: "Zur Installation eines
SCSI/RAID-Treibers eines Drittherstellers drücken Sie bitte F6".
Sie müssen darauf achten, dass Sie diesen Punkt nicht verpassen. Die
Aufforderung wird nur wenige Sekunden eingeblendet.
Nach Drücken von F6 ist der folgende Prozess selbsterklärend (Herstellerdisketten einlegen etc...)
Der weitere Verlauf des Setups wird hiervon nicht mehr beeinflusst.
Wichtige Ausnahme:
Wenn in der Antwortdatei der Parameter »OEMPreinstall=Yes« defininiert ist, dann können keine RAID-Treiber via F6 installiert werden! Eine Lösung für dieses Problem ist dem Autor nicht bekannt. Aus Workarround kann man versuchen, in solchen Fällen den Treiber direkt in die Installations-CD zu integrieren.
Dieses Kapitel geht davon aus, dass Sie über einen sog. Volume License Key verfügen, und berechtigt sind, mit diesem Key mehrere Maschinen zu installieren. VLKs haben übrigens auch den Vorteil, dass keine Produktaktivierung notwendig ist. Informationen zu VLKs gibt`s hier:
Der Volume License Key für jedes Produkt unterschiedlich. Leider kann man in einer Antwortdatei nicht mehrere Keys hinterlegen. Dadurch ist die geplante universelle Verwendbarkeit der Antwortdatei für alle drei Betriebssysteme etwas eingeschränkt.
Sie haben im Wesentlichen zwei Möglichkeiten:
Sie geben keinen ProductKey in der Antwortdatei ein. Dann hält Setup an und fordert Sie zur manuellen Eingabe der Nummer auf.
Sie setzen Ihren ProductKey in der Antwortdatei auf einen zur CD passenden Wert. Dann läuft die Installation ungestört bis zum Ende durch. Allerdings müssen Sie dann jeweils drei verschiedene Antwortdateien für Windows 2000 / XP / 2003 pflegen, da eben die Nummern unterschiedlich sind.
Bei Windows 2000 gibt es CDs, die sich ganz ohne ProductID installieren lassen. Falls Sie über solche CDs verfügen, haben Sie, zumindest bei Windows 2000, das Problem gelöst.
Wenn Sie nun nur Ihren ProductKey für Windows Server 2003 in die Antwortdatei eintragen, erreichen Sie folgenden Effekt:
Windows 2003 lässt sich problemlos installieren, da der Key in der Antwortdatei vorhanden ist
Windows 2000 lässt sich ebenfalls problemlos installieren, da kein Key benötigt wird und der "falsche Key" von Windows Server 2003 nicht ausgewertet wird, und daher auch nicht zu Störungen führt.
Und Windows XP? Tja, entweder die Nummer für die manuelle Eingabe auswendig lernen, oder aber Windows XP über leistungsfähigere Verfahren wie zum Beispiel eine Installation über den Remote Installation Server (RIS) verteilen, was bei Arbeitsplatzbetriebssystemen ohnehin die sinnvollere Lösung ist. Oder, zur Not, für Windows XP eine separate Antwortdatei erstellen. Dies war aber nicht Sinn und Zweck dieses Artikels.
In manchen Dokumentationen liest man "ProductID", neuerdings stößt man aber auf den Eintrag "ProductKey" in den Antwortdateien. Seit Windows XP hat Microsoft die Bezeichnung ProductID in ProductKey geändert. Allerdings wird die alte Bezeichnung "ProductID" weiterhin akzeptiert.
ProductID
versus ProductKey (KB 313040)
Falls sowohl ProductKey als auch ProductID in der Antwortdatei steht, wird die ProductID bevorzugt verwendet.
Seit Windows XP-SP1 ist es möglich, die ProductKeys in den Antwortdateien zu verschlüsseln. Durch die Verschlüsselung wird zusätzlich die Nutzungsdauer der Antwortdatei begrenzt.
Windows
XP Service Pack 1 Volume License Product Key Encryption (KB 328356)
Wenn man einem Windows System zusätzliche OEM-Plug and Play Treiber möglichst automatisiert hinzufügen will, so muss man dem Betriebssystem einfach sagen, wo die Gerätetreiber zu finden sind. Genau hierzu dient der folgende Registry-Eintrag:
HKLM\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\DevicePath=%Systemroot%\inf;C:\MeineTreiber;\\InfoGates.local\Treiber
Jedes mal wenn der Gerätemanager Treiber sucht, sucht er an allen hier angegebenen Orten. Hier müssen alle Ordner, in denen gesucht werden soll separat angegeben werden. Auch Netzlaufwerke (UNC) sind zulässig. Unterordner werden NICHT automatisch durchsucht!
Wenn man nun bereits während der Installation zusätzliche Treiber installieren möchte, so muss man wie folgt vorgehen:
Kopieren der Treiber auf das Installationsmedium unter \$OEM$\$1\Treiber\Netz\NIC1
Alles Ordner und Dateien, die sich unterhalb von "$OEM$\$1" befinden werden während der Installation auf das Systemlaufwerk (C:) übertragen. Der Eintrag OEMPnPDriversPath in der Antwortdatei bewirkt, dass automatisch der DevicePath in der Registry erweitert wird.
Vorsicht
1
Vor den unter OEMPnPDriversPath angegebenen Wert wird automatisch ein %Systemdrive% gesetzt. Es ist nicht möglich über diesen Mechanismus DevicePath-Einträge außerhalb des Systemlaufwerkes zu erzeugen!
Position
von $OEM$
Man findet in diverser Literatur immer wieder unterschiedliche Aussage, an welcher Stelle das $OEM$-Verzeichnis unterbringen ist. Dies ist von der Installationsmethode abhängig! Für CD-Installationen gilt:
Länge
von OEMPnPDriversPath
Seit Windows XP darf der Eintrag in der Antwortdatei 4096 Zeichen umfassen. Für die meisten Fälle dürfte das reichen. Einschränkende Details finden Sie in folgendem Artikel:
Maximum
length of th OEMPnpDriversPath value in Winodws XP (KB 312535)
Bei jeder Antwortdatei-gesteuerten Installation (also auch bei RIS-Installationen) kopiert das Installationsprogramm die Antwortdatei während der Installation auf die lokale Platte. Die Antwortdatei wird dabei umbenannt in $winnt$.inf. Während der Installation befindet sich die Antwortdatei an folgender Stelle:
Da diese Antwortdatei immer genau so heißt kann sie bei Bedarf entsprechend referneziert und ausgewertet werden. Nach Abschluss der Installation wird die Datei allerdings wieder gelöscht (Stimmt das?). Wenn die in irgendeiner Form aus Batchdateien heraus genutzt werden soll empfiehlt sich ein Auswertung nach während dem laufenden Setup, beispielsweise über den »cmdlines«-Mechanismus.
Weitere Infos hierzu finden Sie hier:
Automatische
Installation direkt von CD [T2204]
Windows
Server 2003 dt.
Windows
2000 Server dt. mit integriertem SP4
Windows
XP dt. mit integriertem SP1
Andere Umgebungen wurden nicht getestet.
Rechtshinweise
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