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Servicediskette für Windows Installationen (SDWI) Version 1.30 - Ein MODBOOT-Modul [ T2183 ]
Erzeugung
der Bootdiskette für SDWI
Hinweise
zu Gdisk.cab
Hinweise
zum Öffnen der CD-Schublade
Vorbereiten
der SDWI
Product-Keys
hinterlegen
Vorlagen
erzeugen
BIOS-Bootreihenfolge
Sie
installieren Sie Windows mit SDWI Unterstützung
ServiceCD
anstatt Servicediskette
Bekannte
Probleme
Maschinen
mit mehr als 2 GB RAM
Genutzte
Tools
Versionsgeschichte
Weitere Weblinks
zum Thema
Testumgebung
Rechtshinweise
SDWI ist eine Diskette, die die Installation von Windows 2000, Windows XP und Windows Server 2003 beschleunigen kann. Konkret leistet die Diskette folgendes:
- Booten des Rechners mit DOS
- Löschen aller Partitionen und Erzeugen einer neuen Partition in gewünschten Größe in einem Arbeitsgang
- Erstellen einer Antwortdatei WINNT.SIF für die automatische Installation von Windows.
Das Erstellen von Antwortdateien ist besonders komfortabel, da es möglich ist, die gewünschten Daten in Form von Vorlagedateien zu hinterlegen. Somit können passende Antwortdateien mit wenigen Mausklicks generiert werden. Die Installationen notwendigen CD-Keys werden einmal auf der Diskette hinterlegt und müssen dann nicht eingetippt werden.
Alle oben genannten Arbeitsschritte werden zu einem einzigen Vorgang (nur einmal booten) integriert.

Abbildung 1: SDWI - DOS basierter Antwortdateigenerator
Die SDWI ist eine Bootdiskette, die auf dem MODBOOT-Framework von Bart Lagerweij basiert. Zunächst müssen Sie eine MODBOOT-Basisdiskette generieren. Wie dies geht steht hier:
Barts MODBOOT - Modulare DOS-Bootdisketten [ T2179 ]
Dann fügen Sie folgende Module zur Basisdiskette hinzu:
Level0
Barts
Utils.cab
Barts
DOS.cab (am einfachsten aus Barts BFI-Verzeichnis)
Tools1.cab und Tools2.cab
GDisk.cab
Optional: CDROM.cab (für automatische Öffnen der CD-Schublade notwendig)
Level1
Barts XKeyb.cab
(dt. Tastaturunterstützung)
Barts Mouse.cab
(Mausunterstützung)
Level3
SDWI.cab - Version 1.3
GDisk ist ein Programmmodul von Symantecs "Norton Ghost". Wenn Sie im Besitz einer Norton Ghost Lizenz sind, sollten Sie GDisk zu Ihrer SDWI-Diskette hinzufügen. Zu diesem Zwecke müssen Sie GDISK.exe in eine CAB-Datei "Gdisk.cab" verpacken. Innerhalb der CAB-Datei muss ein Unterverzeichnis namens "BIN" angelegt werden. Dort gehört die GDISK.exe rein.
Die fertige CAB-Datei kopieren Sie nach Level0 Ihrer Diskette.
Ausführliche Informationen zum Erstellen von MODBOOT-Modulen (das sind die
CAB-Dateien) finden Sie hier:
Erzeugen
eigener MODBoot-Module [ T2180 ]
Hinweis
GDISK ist nach Kenntnisstand des Autors das einzige DOS-Programm, welches in der Lage ist, auf einer leeren Festplatte in einem Arbeitsgang (d.h. ohne Reboot!) eine FAT32-Partition zu erstellen und diese auch gleich zu formatieren (in wenigen Sekunden mit Quickformat).
Falls ein Leser ein anderes Programm für diesen Zweck, idealerweise als Freeware, kennt wäre ich für einen Hinweis dankbar.
Ohne Norton GDisk ist die Funktion zur automatischen Erstellen neuer Partitionen nicht aktiviert. Das Löschen vorhandener Partitionen funktioniert aber auch ohne GDisk.
SDWI unterstützt optional das automatische Öffnen der CD-Schublade vor dem Reboot. Dies ist praktisch, da man dann die SDWI-CD bequem entnehmen und die Windows-CD für die folgende Installation einlegen kann.
Das Ansprechen des CD-Laufwerks benötigt allerdings CD-Treiber! Damit diese keine unnötigen Arbeitsspeicher belegen werden sie dynamisch, unmittelbar vor Öffnen der Schublade geladen. Damit dies funktioniert muss Barts CDROM.cab nach Level 0 kopiert werden. Weitere Anweisungen zum Laden von Barts CD-Treibern finden Sie hier:
Barts
Modboot - CD-Support [T2179]
Um Ihnen das ständige Eintippen von CD-Keys für die Windows Installation zu ersparen können Sie Ihre CD-Keys für Windows 2000 / XP / 2003 auf der Diskette hinterlegen. Hierzu gehen wie folgt vor:
Wählen Sie Product-IDs
Nun wird eine Datei namens Key.bat auf der Diskette erzeugt. Diese wird zukünftig bei jedem Booten ausgelesen. Sie müssen die Nummern daher nicht mehr eintippen. Die Diskette wurde ausschließlich mit sog. Volume-License Keys getestet. Volume-License Keys sind für Mehrfachinstallationen gedacht. Diese haben auch den Vorteil, dass die Aktivierung entfällt. Der CD-Key wird auch ProduktID genannt.

Abbildung 2: Speichern Ihrer CD-Keys
Wichtig
Die CD-Keys werden im Klartext auf Ihrer Diskette hinterlegt. Stellen Sie sicher, dass diese Informationen nicht in falsche Hände geraten!
Eine interessante Einrichtung dieser Servicediskette ist das Vorlagenkonzept. Die Vorlagen machen das Installieren von Windows-Rechnern sehr produktiv. Mit wenigen Mausklicks lassen sich die vorkonfigurierten Daten laden. Dies ist in vielen Situationen sinnvoll, da viele Konfigurationsdaten identisch oder zumindest ähnlich sind (man denke nur an Domänennamen, Subnetzmasken, DNS-Server, Standard-Gateway etc...)
So erstellen Sie Ihre eigenen Vorlagedateien:
Stellen Sie alle Optionen wie gewünscht ein
Nun werden Ihre Daten im Ordner "A:\Vorlagen" gespeichert.
Hinweis
Nach dem Booten, wird immer zuerst ein Datei namens "Default.bat" geladen. Wenn Sie eine selbst eine Vorlagedatei mit diesem Namen speichern, werden immer Ihre Vorgaben geladen.
Für die automatische Installation von Windows mit Hilfe der Original-CD und der SDWI ist die korrekte Bootreihenfolge wichtig. Stellen Sie dies im BIOS wie folgt ein:
CD
Diese Reihenfolge garantiert, dass die Windows-CD auch dann gebootet werden kann, wenn die SDWI-Diskette im Diskettenlaufwerk liegt. Somit kann die Diskette im Laufwerk liegen bleiben, ohne den Installationsprozess zu stören.
Unabhängig hiervon gibt es auch Methoden um im Laufwerk liegende Disketten auch bei "falscher" Bootreihenfolge unschädlich zu machen. Hierzu sei auf folgenden Beitrag verwiesen:
BootThru
- Diskette im Laufwerk A: wird ignoriert [ T2115 ]
Nun haben Sie alles vorbereitet. Die Installation von Windows wird wie folgt durchgeführt:
Booten Sie den Rechner mit Ihrer SDWI-Diskette
Alles andere geht automatisch, Windows-Setup stellt keinerlei Fragen...

Abbildung 3: Löschen der Platten und Erstellen einer neuen Partition
Beschreibung der Funktionen von "HD1 löschen" (Abbildung 3)
Dieses Dialogfeld dient zum schnellen Löschen der Festplatte 1 und zum Erzeugen einer neuen Partition in der angegebenen Größe. Das Erstellen von Partitionen sowie die Funktion "DiskInfo" und "Sicher Löschen" benötigt Norton GDisk (Bestandteil von Norton Ghost).
| Knopf | Funktion |
|---|---|
| Löschen | Schnelles Löschen der Festplatte 1 und Erzeugen der neuen Partition in einem Arbeitsgang |
| DiskInfo | Anzeigen der Größe und der vorhandenen Partitionen von Festplatte 1 |
| Sicher Löschen | Sicheres Löschen der Festplatte 1 durch "GDisk /WipeDisk" |
Diese Diskette wurde so entwickelt, dass man sie auch als Bootimage einer bootfähigen CD verwenden kann. Der Vorteil ist das wesentlich schnellere Booten der CD. Die Diskette muss dabei per "FD-Emulation" auf CD gebrannt werden.
Beachten Sie, dass beim CD-Betrieb die Laufwerksbuchstaben vertauscht sind. Nach Booten von der CD ist das CD-Laufwerk A: und das Diskettenlaufwerk B:. Dies ist bei FD-Emulations-CDs normal. Die Funktion "WINNT generieren" schreibt jetzt die Antwortdatei oder weitere Vorlagedateien automatisch auf "B:". Legen Sie zu diesem Zwecke einfach eine leere Diskette ein.
Hinweise zum Erzeugen bootfähiger CDs finden Sie hier:
MakeISO 1.13 Freewaretool für bootfähige CDs [ T2029 ]
Hinweis
Eine Diskette wird in jedem Falle benötigt, da die Antwortdatei erzeugt werden muss. Windows erwartet die Antwortdatei ausschließlich auf einer Diskette. Sie verwenden daher eine leere Diskette oder aber eine Diskette, auf der sich Ihr CD-Key und Ihre Vorlagen befinden.
Man kann die CD so brennen, die diese völlig neutral verwendet werden kann. D.h. auf der CD müssen weder Vorlagen noch CD-Keys gespeichert sein. Diese sicherheitssensiblen Daten speichert man besser weiter auf der Diskette. Beim Booten von der CD werden automatisch die Daten von der Diskette eingelesen. Falls nach dem Booten die Daten erneut gelesen werden sollen, geht dies via "Aktualisieren".
Nicht alle Eingabefelder der SDWI müssen mit Inhalten gefüllt werden. Wenn Sie beispielsweise das Feld "Host" leerlassen, generiert Windows Setup automatisch einen (allerdings nicht sehr sinnvollen) Rechnernamen. Wenn Sie das Feld "IP" leer lassen, wird der DHCP (bzw APIPA) Support eingeschaltet. Testen Sie es einfach aus. SDWI wehrt sich schon, wenn Sie ein wichtiges Feld vergessen.
Die Online-Hilfe der SDWI beinhaltet eine genaue Beschreibung der einzelnen Felder.
Über den Knopf BIOS-Daten werden einige BIOS-Daten, wie zum Beispiel Hersteller, Seriennummer und GUID-Nummer angezeigt. Diese Infos, insbesondere die GUID-Nummer sind bei Installationen über einen RIS-Server hilfreich.
Beim Rebooten (Generate + Reboot) werden neben der Antwortdatei noch folgende Dateien auf der Diskette erzeugt:
| Datei | Funktion / Inhalt |
|---|---|
| BiosData.txt | Beinhaltet denselben BIOS-Auszug, der über den Knopf "BIOS-Daten" angezeigt wird |
| UUID.cmd | Beinhaltet die GUID-Nummer der Maschine (=UUID)
in "batchverwertbarer" Form. Beispiel: Set UUID=... |

Abbildung 4: Extrahierte BIOS Daten mit GUID-Nummer
Die folgenden Freeware-Tool wurden für das Projekt genutzt:
MODBoot
von Bart Lagerweij
Free
FDisk von Brian E. Reifsnyder
Batchtools
von Horst Schaeffer (WBAT, DReady, STest, Show)
SMBIOSD
von Qualitas Inc
Besten Dank an diese Autoren für die Unterstützung per Mail und die Bereitstellung der Tools.
Die Diskette / CD funktioniert nicht bei Maschinen, die über mehr als 2 GB Arbeitsspeicher verfügen. Dies liegt an einem Problem mit der Freeware XMSDSK. Weitere Infos hierzu:
http://nu2.nu/bootdisk/modboot/#faq
Falls ein Leser eine funktionierende Lösung findet, würde ich mich über eine Nachricht freuen:
Version 1.30
Erweiterungen
Zusätzlicher Menüpunkt »Nur Reboot«. Dieser Menüpunkt versucht NICHT eine Antwortdatei zu erstellen. Gedacht für Installationen mit vorgefertigten Antwortdateien (SDWI wird nur zur Löschung / Vorbereitung des PCs verwendet).
Änderungen
Standardmäßig steht der Cursor jetzt sofort auf »HD löschen«
Version 1.20
Bugfix: Primärer DNS-Suffix wurde nicht gesetzt
Bugfix: Die Systempartition heißt jetzt "System" (nicht mehr "Sytem")
Erweiterung: Vor dem Reboot erfolgt eine Aufforderung zum Einlegen der
Windows-CD
Erweiterung: Das Menü "HD1 löschen" bietet nun auch die Anzeige der Plattengröße
und das "Sichere Löschen" von Festplatten via GDisk an
Erweiterung: Die gewünschte Größe der Partition von C: lässt sich nun auch über
die Vorlagedateien festlegen.
Erweiterung: Auslesen und Export der BIOS-Daten.
Version 1.10
Support für AutoPartition und Nortons GDisk-Support hinzugefügt
Version 1.00
Nicht veröffentlicht - nur intern verwendet.
Folgende Windows-Systeme wurden mit der Servicediskette SDWI Version 1.1 erfolgreich automatisiert installiert:
Windows 2000 Server dt. mit SP4
Andere Umgebungen wurden nicht getestet.
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